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Der Stadtverband der CDU Warendorf

24.02.18 Westfälische Nachrichten

CDU Stadtverband diskutiert mit Generalsekretär
Freckenhorst. Martin Schulz hatte Josef Hovenjürgen pünktlich abgeliefert. Nein, nicht der Martin Schulz, weil der abgestürzte SPD-Bundeschef ja nicht im Verdacht steht, den Generalsekretär der NRW-CDU ins februarkalte Freckenhorst zu bringen. Der Fahrer von Sekretär Josef Hovenjürgen heißt nur zufällig genau so. Das war eine der wenigen Gelegenheiten für den Halterner, den Abend in der Bürgerstube aufzulockern.

Denn wenn auch konzentriert und so gut wie nicht auf Angriff gebürstet: Stadtverbandschefin Ursula Kindler und der Ortsunionsvorsitzende Martin Richter hatten offenbar den Nerv der Basis getroffen. Die nicht mal zwei Dutzend Parteimitglieder gaben ihrem Landesgeneral Kritik an die Berliner CDU-Granden mit nach Düsseldorf. Auch, aber nicht nur wegen der GroKo-Verhandlungen.

Ursula Kindler war sich der Provokation ihres Einladungstitels bewusst: „Dampf auf dem Kessel“. Noch vor wenigen Jahren wäre eine offene Diskussion über eine „Jamaica“-Koalition mit grüner Regierungsbeteiligung für die CDU undenkbar gewesen, konstatierte sie, die zudem fragte: „Ist überhaupt eine Zusammenarbeit mit einer völlig zerstrittenen SPD möglich?“

Josef Hovenjürgen holte etwas aus – Politik, würde er später am Abend sagen, sei eben nichts, das man „auf ne Twitter-Meldung runterdampfen“ könne. Nein, so Hovenjürgen, es sei eben nicht zu 70 Prozent SPD, was da im Koalitionsvertrag stehe, und ja, auch die CDU könne Sozialpolitik, um nur mal die Namen Geißler, Süßmuth und Blüm zu nennen.

Bei aller berechtigter Kritik müsse sich jeder GroKo-Gegner fragen: „Was ist denn die Alternative zu einer Regierung mit der CDU?“ In Düsseldorf zeige der Wechsel mit Armin Laschet doch, dass es gehe. Sicher sei eine Große Koalition „kein vergnügungssteuerpflichtiger Bereich“. Doch als Volkspartei müsse die CDU Verantwortung übernehmen.

Eine Reihe von Mitgliedern war offenbar froh, die Gelegenheit zu haben, eigenen Frust mit der Partei zu formulieren. „Wir haben bei der Bundestagswahl jede fünfte Stimme verloren“, so der Vorsitzende der Union Einen-Müssingen, Stefan Schulze-Westhoff, dem das zu denken gibt. Ratsfraktionsvorsitzender Ralph Perlewitz vermisste nach der Wahl „die Diskussion, was man besser machen kann“, um Wähler zu halten. Jungmitglied Adrian Grimpe wollte wissen, ob das österreichische Modell mit der Bedienung rechten Wählerklientels in den Augen von Josef Hovenjürgen übertragbar sei?

Überhaupt nicht, fand der. Man habe es im Wahlkampf gemerkt: Wo die CDU durch eine nach rechts gedehnte „Verbalität“ das Abwandern von Stimmen zur AfD zu verhindern versucht habe, sei das gescheitert. Was die Kritik an der Ursachenarbeit für Stimmverluste angeht, gab der General den Ortspolitikern Recht.

Dr. Olaf Gericke, der dessen Eindruck von wesentlich besserer Zusammenarbeit der Landesregierung mit Kreisen und Kommunen betonte, spitzte die Ursache für den Absprung vieler CDU-Wähler auf die Bundeskanzlerin zu: „Ich sehe die Chance, Wähler von der AfD zurück zu holen. Aber vieles ist während der Flüchtlingskrise falsch gelaufen. Das haben die Menschen nicht verstanden.“ Hätte Angela Merkel früher handwerkliche Fehler eingeräumt, es hätte Schaden eingrenzen helfen.

Der Abend machte ein generelles Problem der politischen Arbeit klar: Am liebsten hätte das Duo Richter/Kindler den Raum des Bürgerhauses ja zum Bersten voll gesehen, weil auch sie selbst die Gelegenheit nutzen wollten, einen wichtigen Parteifunktionär mit Fragen und Unsicherheiten der Basis zu konfrontieren.

Doch es hätten locker doppelt so viele Menschen auf die leeren Stühle gepasst. Die früher angebotenen CDU-Sonntagsgespräche, so Kindler, seien am Schluss auch kaum noch gefragt gewesen. Daniel Hagemeyer, vom Generalsekretär als eifriger Abgeordneter gelobt (was selten vorkomme), wies auf eine Methode der Oelder Parteifreunde hin. Dort sei man regelmäßig auf dem Wochenmarkt – auch außerhalb der Wahlkampfzeiten. Das komme gut an. Josef Hovenjürgen bekräftigte das. Bei seinem „Klinkenputzen“, also reinem Haustürwahlkampf, habe er messbare Erfolge erzielt. Und das in einer Ecke, wo es „die Schwatten“ schwerhaben. Das weise auf eine Alternative zu den klassischen Frontalveranstaltungen hin: „Wenn die Leute nicht mehr zu uns kommen, müssen wir zu den Leuten gehen!“


(V. l.): Martin Richter, Josef Hovejürgen als Generalsekretär
der CDU NRW und Ulla Kindler.

Quelle: Jörg Pastoor, Westfälische Nachrichten

 

 
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