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03.03.18 Rathaus-Echo - Die Glocke

 

Kneipenvielfalt muss erhalten bleiben
Eines der meist diskutierten Themen in Warendorf ist der Rechtsstreit bezüglich der behaupteten Lärmbelästigung für Anwohner der Emsstraße durch die ansässige Kneipenszene. Die Stadtverwaltung muss nach den gesetzlichen Vorgaben Betriebserlaubnisse erteilen, und das Verwaltungsgericht wird auf Grundlage von Gesetzen und bestehender Rechtsprechung abwägen müssen, ob eine unzumutbare Beeinträchtigung für die Anwohner vorliegt.

 

Die Einflussnahme auf die Nutzung der Gaststätten seitens der Politik ist sehr begrenzt. In den 80er-Jahren habe ich in der Oststraße inmitten des damaliger „Bermunda-Dreiecks“ gewohnt und kann bestätigen, dass laute Unterhaltung auf der Straße bei offenem Fenster ungedämpft in die oberen Stockwerke dringt. Nun fühlte ich mich in dieser Situation als damaliger Student nicht besonders beeinträchtigt. Der Wohnort hatte gerade wegen der Kneipen- und Diskothekenszene für mich auch seine Vorteile und wusste vor dem Einzug um das Umfeld.

Die Beschwerdeführer an der Emsstraße sind wohl nicht bewusst in ein Kneipenviertel gezogen, sondern die Nutzung der Gaststätten hat ein geändertes Umfeld geschaffen. Zwar waren auch in früheren Jahren in dem Viertel Diskotheken und Kneipen, zumindest die Kneipen werden jedoch heute nachts länger genutzt und die Besucher halten sich für Raucherpausen gerade in den Sommermonaten auf den Gehsteigen auf, wo dann bekanntlich die interessantesten Gespräche mit Zufallsbekanntschaften geführt werden.

Dieser Interessenskonflikt ist kein typisch Warendorfer und hat nichts mit einer angeblich älteren und empfindlicheren Bevölkerung der Emsstadt zu tun. Auch in der Universitätsstadt Münster werden im Kreuzviertel behördliche Auflagen zum Lärmschutz durch das Ordnungsamt kontrolliert. In Warendorf sind durch die Bundeswehrsportschule, Deula sowie durch nationale und internationale Sportveranstaltungen viele gerade junge Menschen für einige Zeit in unserer Stadt. Bisher waren die Gäste sehr angetan von der Vielfalt der Kneipenlandschaft und der Möglichkeit, einen Kneipenbummel innerhalb des Stadtzentrums zu unternehmen.

Der neu gestaltete Marktplatz wird ebenso dazu führen, dass die Gäste sich in Warendorf weiter wohlfühlen und nicht die Augen verdrehen, wenn sie nach Warendorf zum Lehrgang und Wettkampf eingeladen werden. Besonders wichtig ist jedoch, dass unsere Bürger, ob jung oder älter, ein innerstädtisches Gaststättenangebot finden und es nicht auswärts suchen müssen. Diskotheken, Clubs und Kneipen außerhalb des Stadtkerns hatten bisher keinen nachhaltigen Erfolg.

Wir müssen daher alles daran setzen, diese Kneipenvielfalt zu erhalten und bei den Anwohnern für Toleranz werben. Die Kneipenbesucher sollten sich jedoch auch bei gehobener Stimmung daran gewöhnen, sich nur in der Gaststätte geräuschvoll zu unterhalten, denn jedes Gespräch auf der Straße ist gerade nachts in der Nachbarschaft gut zu vernehmen.

Ralph Perlewitz

 

 
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